Debarking-Head 2021

1. Test in der Projektwoche vom 15.03. bis 19.03.2021
Harvester mit Debarking-Head Aufsatz entrindet Pappel in Kaufering

1. Test in der Projektwoche vom 15.03. bis 19.03.2021

In der Projektwoche vom 15.03. bis zum 19.03.21 nahmen wieder Studierende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, sowie die Projektleiter des LIFE Future Forest - Teams teil. In einem Waldstück (Energiewald) bei Kaufering wird ein bis jetzt in der Forstwirtschaft selten vorkommendes Gerät genutzt: Der Debarking-Head. Hierbei handelt es sich um eine Modifikation des Harvesterkopfes, wodurch der Stamm nicht nur kurz unter dem Boden abgeschnitten und entastet, sondern zusätzlich noch entrindet wird. 

Die Rinde lässt sich besonders gut lösen, wenn die Bäume bereits "im Saft" stehen, dann fungiert das Wasser unter der Rinde wie ein Trennfilm. Durch das Zurücklassen der Rinde auf dem Boden führt man diesem wertvolle Nährstoffe zurück denn in der Rinde sind ca. 30% der Nährstoffe des Baumes gespeichert. Zudem sorgt ein hoher Rindenanteil bei der Verbrennung (Verarbeitung zu Hackschnitzel) für einen höheren Feinstaubanteil und ist an dieser Stelle daher unerwünscht. Weitere wichtige Vorteile der Entrindung: Verbesserung des Bodenlebens, Erhöhung der Wasserspeicherkapazität.

Video: Erster Debarking Test im März

2. Test am 21.04.2021
2. Test am 21.04.2021
2. Test am 21.04.2021
2. Test am 21.04.2021
2. Test am 21.04.2021
2. Test am 21.04.2021

2. Test am 21.04.2021

  • Die Prozedur ging deutlich leichter von statten, da die Bäume im Saft standen und somit die Wachstumsschicht (Kambium) wie ein Trennfilm fungiert und sich die Rinde sich leichter lösen ließ.
  • Zukünftiges Ziel: Waldbesitzer sollen Anreize bekommen, den Debarking-Head zu verwenden (sofern möglich über den Zertifikatehandel = Biomasse in CO-2 umrechnen)
  • Sie betreiben auf diese Weise ein positives Bodenmanagement, welches von großer Bedeutung ist, wenn zukünftig eine gesunder und auf die Klimaveränderungen angepasster Dauermischwald geschaffen werden soll
  • Vorteil: Gesündere, lebendige Böden speichern mehr Wasser, mehr Nährstoffe, mehr CO-2, emittieren weniger Treibhausgase (Methan, Lachgas) und liefern mehr und gesünderes Trinkwasser.

Fernsehbeitrag Bayerischer Rundfunk (Abendschau 03.05.2021)

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